Studienplatzvergabe Medizin 2026: Quoten, Chancen und der TMS erklärt
01.09.2026
Wer vergibt die Studienplätze?
Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Vergabe läuft zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung und das Dialogorientierte Serviceverfahren, kurz DoSV. Bewerberinnen und Bewerber geben dort mehrere Studienwünsche in einer persönlichen Prioritätenreihenfolge an, aus der das Verfahren dann zuweist.
Die drei Quoten
Zuerst gehen kleine Anteile an Vorabquoten: Härtefälle, Zweitstudium, Landarztquote und die Quote für den öffentlichen Gesundheitsdienst. Die verbleibenden Plätze verteilen sich so:
| Quote | Anteil | Was zählt |
|---|---|---|
| Abiturbestenquote | 30 Prozent | ausschließlich die Abiturnote, landesweit vergleichbar gemacht |
| Zusätzliche Eignungsquote | 10 Prozent | ausdrücklich keine Abiturnote: Tests, Ausbildung, Berufserfahrung, Auswahlgespräche |
| Auswahlverfahren der Hochschulen | 60 Prozent | Abiturnote plus mindestens ein weiteres Kriterium, je nach Universität |
Die frühere Wartezeitquote gibt es seit 2020 nicht mehr. Wer Semester sammelt, verbessert seine Chancen dadurch nicht automatisch – aus Wartezeit ist verlorene Zeit geworden.
Die Zahlen dahinter
In der Humanmedizin stehen bundesweit rund 10.000 Studienplätze pro Wintersemester zur Verfügung. Dem stehen etwa 30.000 Bewerbungen gegenüber, in einzelnen Jahren deutlich mehr. In der Zahnmedizin sind es rund 1.500 Plätze, in der Tiermedizin rund 1.100.
Das ist der eigentliche Kern des Themas: Es ist kein Verfahren, das man überlistet, sondern eines, in dem es schlicht zu wenige Plätze gibt. Zwei von drei Bewerbungen gehen jedes Jahr leer aus, unabhängig davon, wie motiviert oder geeignet jemand ist.
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Der gewichtigste Hebel im Verfahren: der TMS
Der Test für Medizinische Studiengänge ist an vielen Fakultäten das gewichtigste Zusatzkriterium und zählt sowohl in der Zusätzlichen Eignungsquote als auch im Auswahlverfahren der Hochschulen. Ein gutes Ergebnis kann einen Abiturschnitt spürbar aufwerten – und genau deshalb bereiten sich viele Bewerber über Monate darauf vor.
Neben dem Test gewichten die Fakultäten weitere Kriterien sehr unterschiedlich: abgeschlossene Ausbildungen im Gesundheitsbereich, einschlägige Berufserfahrung, Auswahlgespräche oder freiwilliges Engagement. Welche Kriterien wie stark zählen, legt jede Universität selbst fest, und die Regeln unterscheiden sich von Fakultät zu Fakultät und von Jahr zu Jahr.
Der zweite Weg: das Studium im EU-Ausland
Die Verfahren im In- und Ausland laufen unabhängig voneinander. Ein Studienplatz an einer EU-Universität schließt eine Bewerbung über das zentrale Verfahren nicht aus, und eine Doppelimmatrikulation ist zulässig. Viele nutzen genau diese Kombination: Studienstart im Ausland, währenddessen weiter der Blick nach Deutschland. So geht keine Zeit verloren, egal wie das Vergabeverfahren ausgeht.
Und hier liegt der Unterschied zum deutschen Verfahren: Wir arbeiten mit der größten Auswahl offizieller Partneruniversitäten für Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Nursing und Tiermedizin. Statt Grenzwerte und Quoten zu deuten, schauen wir uns dein Profil an – Zeugnis, gegebenenfalls bisherige Studienleistungen, Wunschländer – und sagen dir, an welcher Uni in welchem Land wir dich vermitteln können und wo wir dich planbar unterbekommen. Wer bereits studiert, für den prüfen wir zusätzlich den höchstmöglichen Einstieg; häufig ist das einer der letzten beiden Studienjahrgänge.
Listen mit Voraussetzungen, Unterlagen oder Terminen veröffentlichen wir bewusst nicht: Sie unterscheiden sich je Universität und Jahr, und eine veraltete Liste kostet schnell ein Semester. Was in deinem Fall gilt, besprechen wir im kostenlosen Beratungsgespräch.
Meinung des Autors
Ich habe mich damals von diesem Verfahren einschüchtern lassen und deshalb zuerst gar nicht erst versucht, Zahnmedizin zu studieren. Rückblickend war das der teuerste Fehler meines Lebens, gemessen in Jahren.
Was ich heute jedem sage: Mach deinen Traum nicht von einem Verfahren abhängig, in dem zwei von drei Bewerbungen leer ausgehen. Das deutsche System ist nicht ungerecht, es ist nur zu klein. Wer zweigleisig denkt und sich früh anschaut, welche Universitäten in Europa realistisch infrage kommen, behält die Kontrolle über den eigenen Zeitplan – und verliert kein Jahr mit Warten, das nichts mehr einbringt. Genau dafür gibt es uns.
Fazit
Das deutsche Vergabeverfahren ist fair aufgebaut, aber es bleibt ein Verfahren mit zu wenigen Plätzen. Wer sich allein darauf verlässt, gibt die Kontrolle über den eigenen Zeitplan ab – und Wartesemester bringen seit 2020 nichts mehr ein.
Du musst diese Entscheidung nicht allein treffen. Schick uns dein Profil, und wir sagen dir, an welcher Uni in welchem Land wir dich vermitteln können und wo dein Start planbar ist – über unser Netz offizieller Partneruniversitäten für Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Nursing und Tiermedizin. Wenn du schon studierst, prüfen wir den höchstmöglichen Einstieg für dich.
Wie andere ihren Weg gegangen sind, liest du in den unabhängigen Bewertungen auf Trustpilot. Deine Chancen ordnen wir kostenlos ein – Termin über die Anmeldeseite.
Weiterlesen
- Medizin studieren ohne NC im Ausland: der Weg ohne Vergabeverfahren.
- Was dein Abischnitt wirklich wert ist: die Noteninflation und ihre Folgen.
- Studiengebühren in Europa: alle Standorte mit Kosten pro Semester.
- Wechsel zurück nach Deutschland: später doch an eine deutsche Fakultät.
- Zahnmedizin oder Humanmedizin?: wo die Zulassungschancen unterschiedlich liegen.
Häufige Fragen zur Studienplatzvergabe
Welchen NC brauche ich für Humanmedizin?
In der Abiturbestenquote liegen die Grenzwerte in den meisten Bundesländern bei 1,0 bis 1,1. In der Zahnmedizin bewegen sie sich in einem ähnlichen Bereich. Über die anderen beiden Quoten sind auch Bewerbungen mit schwächerem Schnitt erfolgreich – sicher planbar ist damit aber nichts.
Gibt es noch Wartesemester?
Nein. Die Wartezeitquote wurde 2020 abgeschafft. An ihre Stelle ist die Zusätzliche Eignungsquote getreten, in der die Abiturnote keine Rolle spielt.
Wie stehen die Chancen überhaupt?
Eng. Rund 10.000 Studienplätzen in der Humanmedizin stehen etwa 30.000 Bewerbungen pro Wintersemester gegenüber; in der Zahnmedizin sind es rund 1.500 Plätze, in der Tiermedizin rund 1.100. Zwei von drei Bewerbungen gehen leer aus.
Wie stark zählt der TMS?
Sehr unterschiedlich, je nach Universität. An vielen Fakultäten ist er das gewichtigste Zusatzkriterium und kann einen schwächeren Schnitt spürbar ausgleichen. Wie stark genau, legt jede Fakultät selbst fest.
Kann ich im Ausland studieren und mich weiter in Deutschland bewerben?
Ja, und das ist der pragmatischste Weg. Die Verfahren laufen unabhängig voneinander, eine Doppelimmatrikulation ist zulässig. Wer im Ausland startet, verliert keine Zeit, während sich in Deutschland vielleicht doch noch etwas ergibt.
Was brauche ich für einen Studienplatz an einer eurer Partneruniversitäten?
Das hängt von deinem Zeugnis, deinen bisherigen Studienleistungen und der jeweiligen Universität ab und ändert sich von Jahr zu Jahr – deshalb steht hier keine Liste. Schick uns dein Profil, dann prüfen wir individuell, an welcher Uni in welchem Land wir dich vermitteln können und wo dein Start planbar ist. Das Gespräch ist kostenlos.
Was ist die Landarztquote?
Eine Vorabquote einzelner Bundesländer für Bewerber, die sich verpflichten, nach der Weiterbildung für eine festgelegte Zeit in unterversorgten Regionen zu arbeiten. Die Abiturnote spielt dabei eine geringere Rolle.
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About the author

Marcel Kloos
Swiss-licensed dentist and founder of Medschool Experts
Marcel Kloos founded Medschool Experts while studying abroad; since then, over 500 study places have been secured. The Stuttgart-born dentist studied dentistry from 2015 to 2021 in Sofia and holds a Swiss dental licence.
Today he lives in Bern and runs Medschool Experts full-time as its owner.
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